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Die Brücke von Mostar

Schauspiel von Igor Memic

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Premiere: 09.09.2025
Dernière: 15.05.2026

Im einen Moment träumst du mit deinen Freund*innen von der Zukunft. Und plötzlich ist Krieg.

Stari Most – die Alte Brücke spannt sich seit 1566 über den Fluss Neretva und verbindet den katholischen mit dem muslimischen Teil Mostars. Mina, Leyla und Sasha wachsen in ihrem Schatten auf. Am Tag des Springens, an dem sich jährlich junge Männer todesmutig und doch kunstvoll von der Brücke ins Wasser stürzen, beginnt die Liebesgeschichte von Mili und Mina. Doch dann platzt in das Leben der vier Freund*innen plötzlich der Krieg und zerstört mit ihren Zukunftsträumen auch die Brücke. Aus früheren Nachbarn werden Feinde und Mina, Mili, Leyla und Sasha kämpfen ums Überleben.

Igor Memic erzählt auf anrührende Weise vom Bosnienkrieg und von vier jungen Menschen, die aus ihrem Alltag gerissen und auf deren Häuser plötzlich Bomben geworfen werden. Er erzählt auch davon, wie sie trotz der neuen Realität versuchen dem Leben die schönen Seiten abzutrotzen und zusammen zu halten, während um sie herum plötzlich die ethnische Herkunft bestimmt, wer leben darf und wer sterben soll.

Fabian Gerhardt inszeniert Igor Memićs Stück mit Schauspielstudierenden des 4. Jahrgangs der Universität der Künste Berlin. Mit ihrer unbändigen Energie erwecken sie die fünf Protagonist*innen zum Leben und zeigen, was es bedeutet, wenn ein Krieg Menschen immer aus dem Leben reißt.

Pressestimmen

Die Stärke des Stücks – und der Inszenierung von Fabian Gerhardt – ist die Konsequenz, mit der aus jugendlicher Perspektive vom Einbruch der Katastrophe in den Alltag erzählt wird. (…) Seine Protagonistinnen und Protagonisten überzeugen sowohl mit jugendlicher Leichtigkeit, Albernheit und Verliebtheit, als auch im Stadium der Verzweiflung über die Willkür der Gewalt, der sie ausgesetzt werden.

Patrick Wildermann, Tagesspiegel, 10.09.25

Fabian Gerhardt inszeniert Igor Memics Stück über den Bosnien-Konflikt mit einem starken, jungen Team an der Vagantenbühne. (…) Alle Darsteller waren zur Zeit des Krieges noch nicht geboren, sie sind Schauspiel-Studierende im vierten Jahrgang. Ein Sprung ins kalte Wasser ist die Aufführung für sie jedoch nicht. Sie wissen, was sie da spielen, in einer gelungenen Mischung aus jugendlicher Coolness und Nachdenklichkeit.

Uwe Sauerwein, Berliner Morgenpost, 10.09.25

Besetzung:
Sera Chioma Ahamefule
Clemens Bobke
Azaria Dowuona-Hammond
Pablo Moreno Pipino de Andrade
Louis Romeu
Regie:
Fabian Gerhardt
Bühne:
Lars Georg Vogel
Kostüme:
Kaja Busch
Musikalische Einstudierung und Arrangement:
Miša Cvijović
Dramaturgie:
Daniela Guse
Licht:
Janis Willhausen
Frederik Wohlfarth
Dauer:
ca. 70 Minuten (keine Pause)
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