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White Passing

Deutschland in Spiegelstrichen

Schauspiel von Sarah Kilter

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Premiere: 12.03.2022
Dernière: 19.02.2026

Sarah Kilters preisgekröntes Debütstück über Zuschreibungen, Fremdsein und „die Deutschen“ – zwischen dem Einsteincafé am Savignyplatz und der Badstraße im Wedding. Klug, humorvoll, kurzweilig.

Es ist der 01. November, Geburtstag der Protagonistin in White Passing und algerischer Tag der Revolution. Eine Dopplung, die sie immer etwas triggert. Und so sitzt sie, wie so oft, allein im Einsteincafé am Savignyplatz und fühlt sich stärker als sonst mit ihrer geheimen, zweiten Seite verbunden: ihrem Migrationshintergrund, den man bei ihr nicht sieht und niemand am Namen vermutet. Als sie nach Hause kommt und vor der Haustür den geleasten Plug-in-Hybrid-SUV von Jule und Thomas sowie Max' Rennrad entdeckt, flieht sie vor der Überraschungsparty in die Badstraße im Wedding und in ihre Vergangenheit.

WHITE PASSING beschäftigt sich humorvoll und mit großer Selbstironie mit Zuschreibungen und der Frage nach Identität. Dabei schlägt Autorin Sarah Kilter geschickt einen Bogen von der konkreten Geschichte einer jungen Frau, hin zu gesellschaftskritischen Beobachtungen über Deutschland und die Deutschen.

Pressestimmen

Ein mittlerer Ritterschlag.

Dass diese Inszenierung so gut und rund gelungen ist, liegt erstens daran, dass Lars Georg Vogels Regie eine sehr dezente ist. Die Perspektiven und Meta­ebenen wechseln ganz organisch, […] Der zweite Erfolgsfaktor ist das vierköpfige Ensemble, das hervorragend interagiert, vor allem sprachlich. Herausgekommen ist ein Theaterabend, der den Text, der ihm zugrunde liegt, funkeln lässt.

[…] mit dieser Produktion wird dem Umstand des White Passing überhaupt Rechnung getragen, eine Situation, die nicht unbedingt bekannt ist und die für die Betroffenen ein Thema ist, das wert sein sollte, es einer größeren Öffentlichkeit bewusst zu machen.

Annette Kraß, Portal - Auf der Bühne, 14.03.22

Besetzung:
Melissa Anna Schmidt
Natalie Mukherjee
Urs Stämpfli
Julian Trostorf
Regie, Bühne und Kostüm:
Lars Georg Vogel
Dramaturgie:
Fabienne Dür
Musik:
Joachim von Gerlach
Licht:
Janis Willhausen
Ausstattungsassistenz und Technische Assistenz
Antonia Siems
Dauer:
ca. 90 Minuten (keine Pause)
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